Alain Frast
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© 2010 Alain Frast

mon ancient blog est mort

Ech hu mäi fréiere blog liquidéiert. Nei Liewensëmstänn erfuerderen en Emdenken. An dat Ëmdenken ass bei mir ganz séier geschitt.

An den nächsten Deeg setzen ech op dës Plaz ë puer vu méngen "alen" Artikkelen déi mer um Häerz loungen. Loost mer ë bëssen Zäi fir den Tri ze maachen.

Merci!

 

Tripartite – Blamage für die Gewerkschaften - Juncker übernehmen Sie!

Was ist so schlimm an dem was Premierminister Jean-Claude Juncker vorgeschlagen hat? Die maßlos übertriebene Reaktion der Gewerkschaften kann ich nicht nachvollziehen. Ich könnte jene Vorschläge die Juncker vorgestern öffentlich per Funk und Fernsehen ins Land geschickt hat mittragen.

Neben Alkohol- und Tabakprodukten, die man zum Leben nicht unbedingt braucht wie Brot oder Butter, gehört für mich der Spekulationsobjekt Petroleum seit Langem aus dem Index-Warenkorb heraus. Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles erlebt auf den Petroleumbörsen? Gehörige, unbegründete Ups die den Index und somit die Lohnmasse unnötig in die Höhe getrieben haben, gefolgt von ebenso dramatischen wie oft kaum nachvollziehbaren Downs.

Wo ist das Problem nur noch das Heizöl im Indexkorb zu belassen und Benzin oder Diesel rauszukicken? Heizöl braucht jeder im Winter. Benzin und Diesel aber? Braucht man nicht unbedingt. Meine Mutter hat mich als Kind nicht mit dem Wagen herumkutschiert. Wir hatten nur einen. Ich nahm Bus oder Bahn. Ich kenne Menschen die nehmen für eine Wegstrecke von einem Kilometer den Wagen. Was soll dieser Blödsinn? Gehen Sie zu Fuß!

Deckelung des Indexes

Und dann die Deckelung des Indexes. Was wäre daran so dramatisch? Ich verdiene wesentlich mehr als 3500 Euro brutto, bin wohl nicht unglücklich wenn ich morgen 2,5 % mehr Lohn bekomme, man nimmt halt was man kriegt. Trotzdem sei die Frage erlaubt, ob dies nötig ist. Nach der junckerschen Methode bekäme ich in Zukunft trotzdem noch fast 1000 Euro brutto mehr im Jahr. Ass dat dann näischt? Müßen es 1500 sein? Oder 3000 pro Jahr mehr für die die 10.000 verdienen? Nein! Das muss nicht sein. Die, die soviel verdienen,  tragen einen Teil ihrer zusätzlichen Euros sowieso nicht in den Luxemburger Handel, sondern nach Paris, London, in den Wintersport oder auf die Sychellen.

Das Einsparpotential durch die Deckelung für den Staat und die Unternehmen wäre jedenfalls enorm. Zugleich würde die soziale Komponente des Indexsystems durch eine Deckelung gestärkt. Als kleiner Unternehmer vergönne ich meinem Personal gerne die 2,5%. Es nimmt Druck vom „Chef“.

Die traurige Rolle der Gewerkschaften

Wie Guy Kaiser es treffend auf RTL formulierte, haben die Gewerkschaften sich durch ihr kategorisches Njet zu den junckerschen Vorschlägen ausmanövriert. Dem brauche ich nichts hinzuzufügen. Man muss sich allerdings fragen wessen Interessen diese Anbeter des „acquis social“ noch?

A propos „acquis social“

Dans la vie il n’y pas „d’acquis“. Es gibt für nichts eine lebenslange Garantie. Für gar nichts! Alles muss immer wieder neu erdacht, neu erfunden werden.

 

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